Die Zeit der Gründung

Zur Zeit des Großmährischen Reiches im 10. nachchristlichen Jahrhundert wurde im Norden der heutigen Stadt ein Dreiecksangerdorf gegründet mit Namen Zistersdorf – natürlich war hier auch die frühe Christianisierung spürbar; gleich zwei Mittelpunkte des Glaubens standen für die Bewohner zur Verfügung – auf einer Anhöhe oberhalb des Marktes die Wenzelskapelle und im Osten in einem sumpfigen Gebiet eine kleine Kapelle, die bei einer seit urdenklichen Zeiten bestehenden Quelle, der man heilende Kraft zuordnete, errichtet war.

Mit der zweiten bayrischen Landnahme wurde das Gebiet im hügeligen Osten, der seit 976 bestehenden babenbergischen Ostmark, die seit 996 den Namen Ostarrichi trägt, weiter kolonisiert.
Die Kuenringer waren es schließlich, die bei dem alten Quellheiligtum einen Kirchenbau stifteten. Das Ministerialengeschlecht der Kuenringer hatte nach den Pernegger Grafen im 12. Jahrhundert das Lehen um Zistersdorf erhalten.